Spenden

HEROES ist auf jede Spende angewiesen. Danke für Ihre Unterstützung!

Sparkasse Köln-Bonn       IBAN-DE41 3705 0198 1932 3877 96

 

Ohne Ihre finanzielle Unterstützung wäre unser Projekt HEROES nicht möglich.

Gesellschaftskontext

In der Migranten-Community herrscht vielfach Angst vor dem eigenen Kulturverlust. Traditionelle Denk- und Verhaltensmuster, die in den Herkunftsländern teilweise im Wandel sind, verstärken sich oft.

Gerade Jugendliche mit Migrationshintergrund stehen zwischen zwei Welten und müssen gegensätzliche Erwartungen erfüllen. Sie befinden sich zwischen den traditionellen Werten der Eltern- und Großelterngeneration bzw. der Herkunftsgesellschaft und den Werten und Anforderungen der Mehrheitsgesellschaft, in der sie leben.

 

Dies konfrontiert sie mit Widersprüchen, die es ihnen schwer machen sich mit Erfahrungen wie Ausgrenzung oder Arbeitslosigkeit erfolgreich und ohne Aggressionen auseinander zu setzen.

Zugleich durchleben sie die Phase der Partnerwahl und versuchen ihre Rolle als Frau oder Mann „richtig" zu erfüllen.

 

Patriarchale Strukturen und Vorstellungen von Ehre, die durch die Erziehung, Community oder Clique weitergegeben werden, haben in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung. Sie erschweren sowohl männlichen als auch weiblichen Jugendlichen eine freie Entwicklung ihrer Persönlichkeit und lassen alternative Lebensentwürfe unmöglich erscheinen. In solch stark patriarchalischen Strukturen kann es häufiger passieren, dass Mädchen und Frauen durch Kontrolle, Unterordnung oder auch Zwangsverheiratung in benachteiligte Positionen gedrängt werden, aber auch die Jungen und Männer stehen unter enormem Druck. Als Söhne und Brüder tragen sie einen Großteil der Last auf ihren Schultern.

 

Sie sind diejenigen, die traditionell verpflichtet sind, die Ehrvorschriften durchzusetzen. So sind auch sie diejenigen, die in der Regel beteiligt sind, wenn im Extremfall die Familienehre durch eine Gewalttat erhalten werden soll.




Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sonja Fatma Bläser